Ein Land-Pudel in der Stadt

And the Oscar goes to Oskar

Ich gehe gerne zu unserem Tierarzt. Neee, nicht wegen der Leckerli, die ich am Schluss bekomme. Also, die fress ich dann schon auch, aber es gibt einen ganz anderen Grund: Oskar - ein junger Goldendoodle mit schwarzem Fellmantel. Erst habe ich mich ein bisschen genervt, dass Oskar immer um mich und Frauchen war, im Wartezimmer und dann ist er ja auch gleich mit ins Zimmer gegangen, wo man auf den Tisch springen soll. Der Oskar, der war so ruhig. Man hat meinen können, der ist schon ganz ganz alt. Nein, er ist viel jünger als ich. Aber der Oskar ist immer da und darf bei den meisten Fellnasen mit in den Raum, wo die Tiere dann "gequält" werden. Da ist doch ganz klar, dass der so ruhig ist. Und schliesslich wird ihm ja nicht in die Augen oder Ohren geschaut oder an ihm rumgedrückt oder sonst was gemacht. Da würde ich auch ruhig sein. Egal, ich fand es sehr schön, dass der Oskar einfach da war. Denn seine Ruhe hat mich irgendwie beruhigt 😉 Ich freu mich schon auf das nächsten Mal bei unseren Tierarzt... Euer King Aron 😉

Am Ende der Wurst

Gestern war's mächtig aufregend. Wir sind wieder in die Hundeschule. Frauchen geht jetzt immer vorher mit mir lange Spazieren, damit ich nicht so aufgeregt bin. Und das ist gut so! Es war aber trotzdem aufregend, denn wir sind in den Wald und haben etwas Neues gemacht. Ich habe noch gesehen, wie eine andere Felllose eine dicke, leckere Wurst auf den Waldboden gerieben hat, die Wurst an einer Schnur hinter sich hergezogen hat und dann irgendwo im Wald verschwunden ist. Frauchen hat dann mit mir gespielt und ich musste "Down" machen und "Bleiben". Ich habe gar nicht mehr gesehen wo die dann hingegangen ist. Dann hat Frauchen gesagt  "Such" und dann bin ich los. Ich habe natürlich sofort die Wurst gerochen und habe Frauchen schnurstrax an der Leine hinter mir her gezogen. Bergauf, durch das Unterholz, 100 Meter und noch mehr und dann habe ich hinter einem Baum die Felllose entdeckt, die "meine" Wurst in der Hand hatte. Da bin ich gleich an ihr hochgesprungen. Habe mich so gefreut. Frauchen auch. Sie wollte zum Glück nichts von "meiner" Wurst. Und dann hat sie mir gesagt, wie toll ich bin und wie stolz sie auf mich ist. Das bin ich auch. Ich bin ein guter Fährtensucher. Ich bin der King 🙂 Und dann... das ist eine andere Geschichte!

Sunny! Oder: Keine Ablenkung hilft

"Sunny, so heisst das Übel, das uns nun seit 2 Wochen begleitet" sagt mein Frauchen. "Das Übel bedeutet, starkes Hecheln, Appetitlosigkeit, Jaulen, vor der Türe winseln, auf die Türklinke steigen und sich die Türe selbst öffnen, immer wieder Gassi gehen wollen und absolut nicht mehr auf Frauchen hören, sagt mein Frauchen." "Und heute hat Sunny einen Hundekörper bekommen. Sie ist nicht mehr nur Geruch. Nein, sie ist real", sagt mein Frauchen.
Ich weiss nicht, was sie meint. Ich fühl mich einfach nicht besonders gut, rieche ständig diesen leckeren Geruch und möchte gerne kleine Arons machen. Sonst bin ich doch wie immer, ihr "Babybär". Ihr wisst schon, ich bin der KING, aber sie darf mich so nennen. Also, wir sind zum Abendgassi. Da rieche ich schon wieder diese leckere Dame. Frauchen zieht an mir und will weiter. Auf der anderen Strassenseite ist ein Mann mit zwei Hunden, einem Schäferhund-Weibchen und einem Labrador-Boxer-Mix-Weibchen. Ja, das ist sie, die Sunny. Erst bellt sie mich an. Frauchen will weiter gehen. Der Mann lädt uns ein zum "Hallo-Sagen". Okay, meint mein Frauchen. Tja, und dann kam es über mich. Die Freche hat mich auch noch aufgefordert zu spielen. Der Mann sagte: "sie war jetzt läufig, vielleicht riecht er das noch". Und wie ich das noch rieche 🙂 Naja, als ich dann auf sie gestiegen bin, war Frauchen mal richtig wütend. Sie hat mich rasch weg genommen und wir sind dann in eine andere Richtung gegangen. So, und jetzt sind wir zuhause und rieche sie immer noch. Ich muss immer noch hecheln. Frauchen hat versucht mich abzulenken, mich gestreichelt, meine Spielsachen geholt, mich zum Spiel aufgefordert, mich wieder gestreichelt und beruhigt, habe sogar Wasser mit Milch bekommen, aber ich muss zwischendrin einfach so laut bellen und jammern. Ich bin so aufgeregt und traurig. Will zu Sunny. Versteht ihr das? Ich bin doch der King...

 

 

 

 

Eye of the Tiger

Das Ei-Fon weckt uns. Neee, nicht schon wieder so früh. Wir gehen raus. Es regnet in Störmen. Okay, es ist ja nur die kleine Geschäftserledigungs-Runde am Morgen, dann geht es wieder heim auf's Sofa. Denkste, wir gehen ins Auto. Ich darf mal kurz vorher a bisserl das Bein heben und dann fahren wir zu meinem Lieblingspark. Freue mich, denn da gibt es Freilauf für mich. Denkste! Und dann zieht sie mir doch wieder diesen Regenmantel an... wie peinlich! Und wir gehen nicht die Strecke, wo ich frei laufen kann. Nein, wir gehen in diesen Tierpark. Oh Mann, ich schnuppere und schnuppere - weiss gar nicht wo ich zuerst riechen soll. Lieber Hunde schnuppern oder diese anderen Tiere? Sie zeigt mir die Esel. Ganz nett. Aber die kommen gleich alle an und wollen mich beschnuppern. Dann die Schweinchen, riechen nett und schnuppern auch. Die Rehe sammeln sich zu einer 3-er Formation und greifen gleich an. Suuuuper! Verdrehte Hundewelt. Ich jage die doch... Und dann diese riesige Katze. Riesen-Katze. Sie war hinter Gittern. Ich jage gerne Katzen, aber diese Katze... ich weiss nicht. Ich konnte sie gar nicht beeindrucken. Hat durch mich durchgeschaut und ist einfach sitzen geblieben. Normalerweise laufen die Katzen vor mir weg. Und ehrlich gesagt, ich wäre gerne davon gelaufen. Aber ich bin der King! Und dann... aber das ist eine andere Geschichte. Euer King Aron

Und ich schreib noch…

Frauchen erzählt:

Und während ich schreibe: "kein Hund ist perfekt, aber mein Pudel ist verdammt nah dran" ... zerfetzt mir der Bub 👑🐩meine Lieblingsmütze aus Florida von 2004...

 

       

Sternen im Haar

Frauchen erzählt:

"Aron hat Sternen im Haar" sagte unser 3-Jähriger Nachbarssohn mit französischem Akzent als er den King mit seinem neuen Halsband sah 😀

 

 

 

Spiel das Spielchen

Ach ja.. Wir sind ja jetzt wieder in der Stadt. Und ich habe mein Spielchen zum Beginn des Gassi-Gehens verfeinert. Das mache ich besonders gerne morgens und beim letzten Abend-Gang. Und das geht so: Wir wohnen im 1. Stock. Es geht eine schöne Holztreppe runter. Da lass ich Frauchen mal vorgehen und bleibe oben am Treppenabsatz sitzen. Wenn Sie unten ist, merkt sie, dass ich natürlich nicht mitgegangen bin. Dann sagt sie meistens von unten "Komm Schatzi". Und dann tue ich grad mal so, als ob ich das nicht hören würde, bleib sitzen und schaue ganz ernst. Dann kommt sie wieder zurück, ich schaue weiter ganz ernst bis sie ganz nah ist und dann schnappe ich mir ihre Hand ganz leicht mit meinem Maul. Sie sagt dann nochmals "Komm Schatzi" und dann komme ich mit runter. Aber seit gestern habe ich mir was Neues ausgedacht: Ich lasse sie entweder zurückkommen und mache dann nur einen Schritt eine Stufe weiter runter und wiederhole das immer wieder bis wir dann ganz unten sind. Oder ich lass sie in die andere Richtung in den Garten rennen bis ich ihr dann wie der Wind nachlaufe. Das macht dann einen Höllenärm auf der Holztreppe. Grad scheee is des und freut die Nachbarn! Und dann, wenn sie das Spielchen nicht spielen will, dann mache ich noch was anderes... aber das ist eine andere Geschichte! Euer King Aron

Wer ist der King?

Heute hat sich Frauchen wieder was Neues ausgedacht. Sie denkt ja immer noch, sie müsse mir jeden Tag was Neues bieten. Doch ehrlich gesagt, ich hätte gerne mal meine Ruhe. Am Morgen schon grosse Runde und grosses Treffen von bekannten Fellnasen. Die Joy (mein schwarzes Doodle-Girl), die Lara (helle Labrador-Dame) und die andere (schwarze Labrador-Dame), weiss nicht wie die heisst. Die Frauchens haben miteinander gesprochen. Hörte nur "Heute ist es ganz schlimm, die wollen nicht spazieren und hören gar nicht!" Mit "Die" waren sicher die Damen gemeint! 😉 Tja, kaum zurück ging es dann mit dem Auto zu einem anderen Ort auf dem Land mit einem grossen Fluss, einem Wald und vielen anderen Tieren. Da haben wir unseren Freund Dooley (ein weisser Doodle-Mann) getroffen. Ich habe mich sehr gefreut, ihn zu sehen. Anfangs musste ich ihm noch sagen, wer der King ist, aber dann hat er es verstanden. Immer, wenn er irgendwo gepinkelt hat, habe ich gleich darüber gepinkelt. Basta!!! Er hatte ein schönes neues Geschirr an, ich war leider mit dem alten unterwegs. Da dachte ich mir, macht ja nichts, buddle ich gleich mal wieder... und wieder... und wieder. Der Dooley hört total gut auf sein Frauchen und macht das nicht. Ich nicht, ich bin ja der King! Und dann ist der Dooley Schwimmen gegangen - ein paar Mal! Das hat mich total geärgert, denn ein King badet ja nicht. Er geht nur mit den Pfoten ins Wasser. Und weil es mich so geärgert hat, habe ich ihn ein paar mal ganz schön laut angebellt. Denn hat das nicht gestört. Er ist einfach geschwommen. Dann kamen wir an einem Bauernhof vorbei und haben einen grossen Bernhardiner getroffen. Einen wahnsinnig grossen Hund, wahnsinnig! Tja, und dann habe ich mein Frauchen und Dooley's Frauchen so richtig beeindruckt. Ich habe mich an eine ganz grosse Hecke gestellt, mit meinem Po nach hinten. Das mache ich immer so, weil mich dann keiner von hinten angreifen kann. Aber dieses Mal wollte ich ganz hoch mein Geschäft erledigen, dass ich nur auf den Vorderbeinen stand, die Felllosen sagen "Handstand". Damit war ich riesig. Wahnsinnig riesig! Da kann der Berhardiner einpacken und der Dooley sowieso! Ich bin der King! Und dann... Aber das ist eine andere Geschichte!

Der Aron-ron-Effekt

Neulich habe ich mein Frauchen belauscht. Sie hat ihrer Freundin etwas erzählt. Ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Sie sagte so in etwa das: "Ich weiss nicht was ich mit dem Bub noch machen kann. Er folgt mir überall hin. Wenn ich nur kurz vom Schreibtisch aufstehe, geht er mit, auch wenn ich sage, bleib. Er geht mir immer nach. Selbst auf die Toilette. Wenn er nicht gleich mit geht, kommt er nach einer Weile, macht sich die Türe auf und schaut was da los ist. Ich kann ihn keine 5 Minuten alleine in der Wohnung lassen. Sobald ich die Türe hinter mir zu mache, geht das Gejaule los. Komme ich zurück (wenn ich es dann mal doch übers Herz gebracht habe, ihn jaulend für einen Kellergang zurückzulassen, dann weist er mich zurecht. Ich liebe ihn, bin aber langsam ratlos. Das Einzige was klappt ist, dass ich ihn im Auto lassen kann. Das geht aber nicht immer bei den Temperaturen. Aber lustigerweise, wenn ich dann mal 15 Minuten schnell in den Lebensmittelladen springe, habe ich dann ständig das Gefühl, er läuft hinter mir her und ich müsse schauen, ob er nicht jemanden oder etwas anschnuppert, frisst oder gar markiert. Wenn ich dann zurück komme ist die Freude gross - ehrlich gesagt auch bei mir :-)."

Tja, was soll ich dazu sagen. Ich bin doch der King 😉

Sternenhimmel und Flugkisten

Wisst ihr was ich gestern entdeckt habe? Gestern war es wahnsinnig heiss. Frauchen sagt, dass es im Tal 36.5 Grad gehabt hat und bei uns auf dem Berg(chen) 33 Grad am Abend um acht Uhr. Ich kenn' das nicht mit dem Grad, aber mir war schrecklich heiss. Ich musste ständig hecheln. Frauchen kommt dann immer mit ihrem türkisen Wassernapf angerannt und will dass ich trinke. Mag aber nich. Und wenn ich sie von schon von Weitem sehen, gehe ich gerade in die andere Richtung. Soll sie doch trinken. Unsere Spaziergänge sind jetzt auch immer ganz früh und ganz spät, weil es da kühler ist. Aber gestern, ist es einfach nicht kühler geworden. Wir wollten schon ins Bett gehen und Frauchen lag schon drin. Man war das ein Lärm.. wälz hin, wälz her, holt sich nasses Tuch für die Füsse, trinkt was, geht zurück steht wieder auf und geht auf die Terrasse. Okay... ich muss ja immer hinterher... also mit auf die Terrasse. Und was macht sie? Sagt noch, schau wie schön kühl das hier ist und fängt an zu Schnarchen. Schön! Und ich? Aus lauter Langeweile habe ich in den Himmel geschaut. Lauter, kleine Dinger, die glitzern...Nicht schlecht.. und dann aber sind da diese Dinger, die blinken und vorbeiziehen. Oh Mann, da gings aber zu. Wieder nicht an Schlafen zu denken...Und da hats mir gereicht. Ich habe diese blöden Fliegdinger am Himmel angebellt, angebellt... ja so richtig angebellt, damit Ruhe ist. War aber nicht, Frauchen ist aufgewacht und unser ganzes Dorf. Mein Bellen hat richtig gehallt ... in der stillen Nacht. Frauchen war ein bisschen sauer... keine Ahnung warum... wollte doch nur die Welt still stehen lassen für sie, diese blinkenden Flugkisten anhalten. Und dann... aber das ist eine andere Geschichte! Euer King Aron 🙂